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Jimdo kündigen und umziehen: Reihenfolge für Website, Domain und E-Mail
Jimdo kündigen und umziehen: sichere Reihenfolge für Website, Domain und E-Mail, Auth-Code, Nameserver, 301-Weiterleitungen und Checkliste mit Quellen.
Autor: Ostrelle-Projektredaktion · Stand: 30. Oktober 2026. Herausgeber ist das Ostrelle-Projekt (Burak Basci), das ein eigenes CMS entwickelt. Dieser quellenbasierte Ratgeber ist keine unabhängige Produktempfehlung und kein eigener Vergleichstest.
Beim Wechsel von Jimdo gehören drei Dinge getrennt betrachtet: die Website, die Domain und die E-Mail-Postfächer. Jedes hat einen eigenen Weg, und die Kündigung ist der letzte Schritt, nicht der erste. Dieser Ratgeber nennt die Reihenfolge und eine Checkliste. Die Aussagen zu Jimdo stammen aus Jimdos eigenen Anleitungen im Magazin; die Jimdo-Hilfe und die AGB ließen sich bei unserer Recherche nicht abrufen, deshalb nennen wir bewusst keine Fristen oder Gebühren. Das ist keine Rechtsberatung.
1. Die Reihenfolge: erst die neue Website, dann Domain und Postfach, zuletzt kündigen
Jimdo beschreibt in seinem Umzugsleitfaden sieben Schritte: Vertrag prüfen, Seitenstruktur und Texte sichern, Bilder sichern, die Widgets auflisten, die neue Website bauen, die E-Mail-Adresse prüfen und umziehen, die Domain übertragen oder weiterleiten. Der Rat zur Kündigung steht dort wörtlich: „Kündigt eure alte Website erst, wenn ihr eure neue Website schon erstellt habt.“ Die Überlappung beider Verträge soll kurz sein, aber lang genug, um Inhalte und Domain zu verschieben.
Der Grund ist einfach: Wer zuerst kündigt, riskiert Inhalte und E-Mail-Verlauf. Das Jimdo-Magazin weist außerdem darauf hin, dass eine gekündigte Website meist nicht mehr unter der eigenen Adresse erreichbar ist; bei manchen Anbietern wie Jimdo fällt sie auf eine kostenlose Unterdomain zurück. Der bisherige Besucherstrom geht in beiden Fällen verloren.
2. Was sich mitnehmen lässt – und was nicht
In Jimdos Umzugsleitfaden gibt es keinen Export-Schritt. Stattdessen wird von Hand gesichert: Seiten als Gliederung auflisten, den Text jeder Seite in ein Dokument kopieren, alle Bilder in einen Ordner legen. Design und Seitenaufbau entstehen im neuen System neu. Das heißt nicht zwingend, dass in deinem Konto nirgends eine Exportfunktion existiert; belegen können wir sie aus den Anleitungen nicht.
Jimdo erklärt außerdem, dass die Architektur von Jimdo Creator und Jimdo Website Baukasten sehr unterschiedlich ist und eine komplette Website deshalb nicht einfach kopiert werden kann. Wenn du wechselst, ist ein Neuaufbau also der Normalfall. Finde vorher heraus, mit welchem der beiden Systeme deine Seite läuft.
- Manuell mitnehmen: Texte, Bilder, die Seitenstruktur und eine Liste der Widgets und Funktionen, die du weiter brauchst.
- Nicht mitnehmen: Layout und Gestaltung, die du im Zielsystem neu aufbaust.
- Hängt am alten Anbieter: E-Mail-Konto, Kontakte, Nachrichten und Verlauf (siehe Abschnitt 4).
3. Domain behalten: Transfer oder Weiterleitung
Laut Jimdo-Magazin wechselt beim Domain-Umzug nur die Domain den Anbieter; die Website-Inhalte bleiben beim bisherigen Webhost, bis sie ebenfalls umgezogen sind. Der Transfer läuft in vier Schritten: Domain beim alten Anbieter entsperren, Auth-Code anfordern, beim neuen Anbieter den Transfer starten und den Code eingeben, auf die Bestätigung warten. Das kann wenige Stunden bis einige Tage dauern.
Zum Auth-Code nennt Jimdo typische Fehler: ein falscher oder abgelaufener Code (neu anfordern) und eine noch gesperrte Domain (der Transfer bricht ab). Bei .de-Domains gilt der Code maximal 30 Tage. Das deckt sich mit der Registry: DENIC beschreibt das AuthInfo-Verfahren, eine Länge von 8 bis 16 Zeichen und eine Gültigkeit von 30 Tagen; bei Übereinstimmung zieht die Domain sofort um.
Alternativ nennt der Umzugsleitfaden die Weiterleitung per CNAME oder Nameserver. Er ist allerdings aus Sicht eines Umzugs zu Jimdo geschrieben. Wie eine über Jimdo registrierte Domain konkret auf fremde Nameserver zeigt, konnten wir nicht belegen; frag dazu den Jimdo-Support. Beachte ferner: Während der Transferphase kann die E-Mail der Domain zeitweise ausfallen.
Gib die Domain nicht frei, bevor sie umgezogen ist. Das Jimdo-Magazin warnt, dass andere eine freigewordene Domain registrieren können und Besucher wie E-Mails dann bei den neuen Betreibern landen.
4. E-Mail: erst sichern und umziehen, dann die Domain
Laut Jimdo-Leitfaden müssen Konto, Kontakte und Nachrichten gesichert werden, wenn das Postfach beim alten Anbieter liegt. Als Programme für die lokale Sicherung nennt der Artikel Outlook, Apple Mail und Thunderbird. Auch Kontakte und Kalender können auf dem Server liegen und sollten geprüft werden. Vorher ist zu klären, ob das Konto überhaupt übertragbar ist.
Unsere Empfehlung: Richte das neue Postfach vollständig ein und teste Senden und Empfangen, bevor du die Domain umziehst. Plane ein Zeitfenster ein, in dem beide Postfächer erreichbar sind, und kündige erst, wenn im alten Postfach nichts Neues mehr ankommt.
5. Kündigungsfristen, Widerruf und Gebühren: was wir nicht belegen konnten
Jimdos Hilfecenter und die Jimdo-AGB blockierten bei unserer Recherche den automatisierten Abruf (HTTP 403). Deshalb steht hier keine Frist, keine Gebühr und keine Widerrufsangabe. Ratgeberseiten Dritter nennen teils widersprüchliche Fristen; die übernehmen wir nicht.
So gehst du stattdessen vor:
- Öffne im Jimdo-Konto die Vertragsdetails und notiere Laufzeit, nächsten Verlängerungstermin und Kündigungsweg. Genau das empfiehlt auch Jimdos Leitfaden als ersten Schritt.
- Trage dir den Kündigungstermin mit Puffer in den Kalender, damit er nicht vor der fertigen Umstellung abläuft.
- Speichere nach der Kündigung die Bestätigung. Sie ist dein Nachweis.
- Bei Fragen zu Widerruf oder Frist wende dich an den Jimdo-Support oder an eine Rechtsberatung.
6. 301-Weiterleitungen: Adressen nicht verlieren
Jimdos Leitfaden rät, alte Seitennamen möglichst beizubehalten, und warnt, dass sich Adressen bei einem Umbau der Seitenstruktur ändern und Links dann brechen.
Googles Anleitung für Umzüge mit URL-Änderungen empfiehlt eine Zuordnung von alten zu neuen URLs, ausgehend von Sitemaps, Serverprotokollen oder Analysedaten. Weiterleitungen sollen serverseitig als 301 oder 308 laufen, direkt aufs Ziel statt über Ketten, und nicht pauschal auf die Startseite. Die neue Sitemap reichst du in der Search Console ein. Die Weiterleitungen sollten möglichst lange bleiben, laut Google in der Regel mindestens ein Jahr.
Zur Art der Weiterleitung sagt Google, dauerhafte Weiterleitungen seien richtig, wenn sie nicht zurückgenommen werden; für Zwischenlösungen gibt es temporäre. Eine Weiterleitung wirkt nur dort, wo deine Domain hinzeigt: Die Regeln müssen also auf dem neuen Hosting liegen.
7. Checkliste für den Wechsel
- Vertragsdetails notieren: Laufzeit, Verlängerungstermin, Kündigungsweg.
- Alle alten URLs sammeln (Navigation, Search Console, Analytics) und eine Tabelle alt zu neu anlegen.
- Texte und Bilder seitenweise sichern; Widgets und Funktionen auflisten.
- Neue Website bauen und prüfen, bevor etwas gekündigt wird.
- Postfächer, Kontakte und Kalender sichern; neues Postfach einrichten und testen.
- Domain entsperren, Auth-Code anfordern, innerhalb der Gültigkeit (bei .de 30 Tage) beim neuen Anbieter einlösen.
- 301-Weiterleitungen einrichten und stichprobenartig testen; neue Sitemap in der Search Console einreichen.
- Erst jetzt kündigen und die Bestätigung speichern.
- Nach der Kündigung Erreichbarkeit, E-Mail-Empfang und Weiterleitungen erneut prüfen.
8. Jimdo-Alternative: wonach du auswählst
WordPress.org beschreibt WordPress als freie, quelloffene Software. Ein konkretes Angebot umfasst darüber hinaus Hosting, Theme und Wartung, die jemand verantworten muss. Andere Baukästen nehmen dir diese Arbeit teilweise ab, binden dich aber stärker an die Plattform.
Entscheidend sind drei Fragen: Wer pflegt die Seite im Alltag? Was darf der Betrieb kosten, jährlich und inklusive Postfächern? Und wie leicht kommst du später wieder weg? Mehr dazu im Vergleich von WordPress, Wix und Squarespace, in der WordPress-Umzug-Checkliste und im Ratgeber Wix verlassen.
9. Hinweis zu Ostrelle
Offenlegung: Dieser Ratgeber steht auf der Website von Ostrelle, einem Entwicklungsprojekt, das der Herausgeber selbst entwickelt. Ein Import aus Jimdo ist nicht Teil des heutigen Stands, und Ostrelle ist kein fertiges Ziel für einen Umzug. Den geprüften Stand findest du unter Entwicklungsstand.
Häufige Fragen
Kann ich meine Domain behalten, wenn ich Jimdo kündige?
Ja, die Domain lässt sich laut Jimdo-Magazin zu einem anderen Anbieter übertragen: entsperren, Auth-Code anfordern, beim neuen Anbieter einlösen. Bei .de-Domains gilt der Code maximal 30 Tage. Die Website selbst zieht dabei nicht mit um.
Kann ich meine Jimdo-E-Mail-Adresse behalten?
Postfach, Kontakte und Nachrichten hängen laut Jimdo-Leitfaden am alten Anbieter. Sichere sie lokal, richte ein neues Postfach ein und teste es, bevor du kündigst. Während des Domain-Transfers kann die E-Mail zeitweise ausfallen.
Kann ich meine Jimdo-Website nach WordPress exportieren?
In Jimdos Umzugsanleitungen wird nur manuelles Sichern von Texten und Bildern beschrieben, ein Export-Werkzeug wird nicht genannt. Rechne mit einem Neuaufbau im Zielsystem.
Welche Kündigungsfrist hat Jimdo?
Das konnten wir aus Jimdos Hilfe oder AGB nicht belegen, weil diese Seiten nicht abrufbar waren. Maßgeblich sind die Vertragsdetails in deinem Jimdo-Konto.
Wie lange sollten 301-Weiterleitungen bestehen bleiben?
Google empfiehlt, sie möglichst lange beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr.
Primärquellen und Quellenstand
Die folgenden Quellen wurden am 30. Oktober 2026 für diesen Ratgeber abgerufen. Einordnung und Empfehlungen sind unsere Auswertung; sie ersetzen keine Rechtsberatung und keinen Test deines konkreten Vorhabens.
- Jimdo-Magazin: Website-Anbieter wechseln, Umzug in 7 Schritten
- Jimdo-Magazin: Domain kündigen oder umziehen
- Jimdo-Magazin: Domain-Umzug und Auth-Code
- Jimdo-Magazin: Unterschiede zwischen Jimdo Creator und Website Baukasten
- DENIC: Providerwechsel bei .de-Domains (AuthInfo-Verfahren)
- Google Search Central: Website-Umzug mit URL-Änderungen
- Google Search Central: Permanente Weiterleitungen (301/308)
- WordPress.org: Über WordPress
Weiterlesen
- Wix verlassen: Domain und Website umziehen, ohne etwas zu verlieren
- Domain wechseln: SEO-Checkliste für 301, Mapping und Search Console
- Website-Baukasten und DSGVO: Prüfliste für deine Homepage
Selbst betreiben statt gehostet: Ostrelle ist als Apache-2.0-Projekt angelegt. Wie das heute geht, steht unter Selbst hosten; was bei einem Ausfall zu tun ist, unter Hilfe bei Ausfällen. Ein öffentlicher Quellcode-Download ist geplant, aber noch nicht verfügbar.