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WordPress, Wix oder Squarespace: Welches System passt zu deiner Website?
CMS oder Website-Baukasten? Vergleiche Verantwortung, Gestaltung und Export bei WordPress, Wix und Squarespace – mit konkreten Auswahlfragen und Primärquellen.
Autor: Ostrelle-Projektredaktion · Stand: 15. Oktober 2026. Herausgeber ist das Ostrelle-Projekt. Dieser quellenbasierte Beitrag ist keine unabhängige Produktempfehlung und kein behaupteter eigener Vergleichstest.
Die beste Wahl hängt weniger vom bekanntesten Logo ab als von deiner Arbeit nach dem Start. Eine Website muss veröffentlicht, gepflegt, gesichert und irgendwann verändert werden. Dieser Vergleich betrachtet deshalb Arbeitsabläufe und Wechselmöglichkeiten statt einer erfundenen Gesamtnote. Wir haben Anbieterinformationen ausgewertet, aber keine kostenpflichtigen Konten, Bestellungen oder eigenen Vergleichs-Benchmarks durchgeführt.
1. Formuliere drei Aufgaben, die wirklich funktionieren müssen
Schreibe vor jeder Produktauswahl drei typische Tätigkeiten auf: beispielsweise eine neue Leistungsseite anlegen, ein Bild mit Alternativtext ersetzen und eine bestehende Adresse ändern. Ergänze Sonderfälle wie Mehrsprachigkeit, Produktvarianten oder Buchungen. Diese Liste wird dein Prüfplan. Ein eindrucksvoller Vorlagenkatalog beantwortet nicht, ob dein tatsächlicher Ablauf später verständlich ist.
Trenne außerdem Muss und Wunsch. Ein Team ohne technischen Ansprechpartner bewertet Wartungsverantwortung anders als eine Agentur mit eigenem Betrieb. Eine kleine Informationsseite benötigt andere Integrationen als ein Shop mit laufenden Bestellungen. Lass dir einen wichtigen Vorgang vollständig zeigen, einschließlich Fehlermeldung und Wiederherstellung, statt nur die ideale Startansicht zu vergleichen.
2. WordPress: freie Software, konkreter Betriebsbedarf
WordPress.org stellt WordPress als freie, quelloffene Software vor. Das erlaubt einen eigenen technischen Unterbau und individuelle Anpassungen. Ein konkretes WordPress-Angebot umfasst aber zusätzlich Hosting, Themes und gegebenenfalls Erweiterungen. Verwechsle die Software deshalb nicht mit einem bestimmten betreuten Hostingvertrag. Primärquelle: WordPress über das Projekt.
Der Site Editor bearbeitet mit einem aktiven Block-Theme auch Header, Footer und Templates. Diese Voraussetzung ist wichtig: Nicht jede vorhandene Installation hat automatisch denselben Gestaltungsweg. Die WordPress-Dokumentation nennt den benötigten Theme-Typ ausdrücklich.
Unsere Einordnung: WordPress ist ein sinnvoller Kandidat, wenn Anpassbarkeit und ein passend ausgewählter Betrieb wichtiger sind als möglichst wenige Entscheidungen. Frage konkret, wer Updates, Sicherungen und Erweiterungskonflikte betreut. Das können eigene Fachleute oder ein Dienstleister übernehmen; die Verantwortung verschwindet nicht allein durch die Wahl des CMS.
3. Wix: integrierter Betrieb mit Plattformbindung
Wix erklärt, dass eine mit seiner proprietären Technik gebaute Website auf Wix-Servern betrieben werden muss. Eine bei einem anderen Anbieter verwaltete Domain kann verbunden werden. Domainbesitz und die Möglichkeit, die komplette Anwendung auf einen anderen Server mitzunehmen, sind also verschiedene Dinge. Wix beschreibt außerdem die automatische Bereitstellung von Hosting und Softwareupdates. Quelle: Wix zum externen Hosting und Export.
Unsere Einordnung: Der integrierte Ansatz kann passen, wenn du technische Betriebsentscheidungen bündeln möchtest und die Plattform deine erforderlichen Abläufe abdeckt. Prüfe vorab den möglichen Ausstieg: Welche Inhalte erhältst du in welchem Format, und was müsste bei einem Wechsel neu aufgebaut werden? Diese Frage ist kein pauschales Gegenargument gegen einen Baukasten, sondern Teil einer bewussten Entscheidung.
4. Squarespace: beim Export genau hinschauen
Squarespace beschreibt einen XML-Export bestimmter Inhalte für einen Import in WordPress. Laut Dokumentation werden unter anderem Layoutseiten, Text- und Bildblöcke sowie eine Blogseite exportiert. Stil-Einstellungen, eigenes CSS, Entwürfe und verschiedene andere Seitentypen gehören nicht zu diesem Export. Ein solcher Inhaltsweg ist also keine vollständige Kopie der gesamten Website. Quelle: Squarespace zur Reichweite des Exports.
Unsere Einordnung: Prüfe bei einem gestaltungsorientierten Plattformangebot besonders die für dich nötigen Inhalte. Wenn eine spätere Migration realistisch ist, lege eine kleine Probe mit deinen tatsächlichen Seitentypen an. Lass nicht allein den Begriff Export entscheiden, sondern kontrolliere Text, Bilder, Struktur und die nötige Nacharbeit im Zielsystem.
5. Vergleiche dieselben Aufgaben und die gesamten Zuständigkeiten
Notiere nach jeder Probe nicht nur Ja oder Nein, sondern den konkreten Befund: Wie viele Schritte brauchte die Aufgabe, wo gab es Rückfragen, was geschah bei einem Fehler? So entsteht eine Entscheidungshilfe, die zu deinem Team passt. Eine starre Rangliste würde diese Unterschiede nur verdecken.
- Gestaltung: Kann die zuständige Person eine echte Seite ändern, ohne dabei ungewollt das ganze Layout umzubauen?
- Betrieb: Wer reagiert auf einen Fehler, stellt eine Sicherung wieder her und kennt den Unterschied zwischen einer Software- und einer Inhaltsänderung?
- Kostenrahmen: Welche Leistungen, benötigten Erweiterungen und Arbeitsstunden gehören zum konkreten Angebot? Aktuelle Preise direkt beim Anbieter prüfen; hier werden keine Tarifzahlen festgeschrieben.
- Wechsel: Kannst du Inhalte, Medien und Adressen tatsächlich übernehmen? Welche Bereiche müssen neu gestaltet werden? Ein Domaintransfer beantwortet diese Frage nicht.
- Barrierefreiheit: Funktionieren Menü, Editor und veröffentlichte Seite auch mit Tastatur, vergrößerter Schrift und sinnvollen Bildbeschreibungen? Ein gutes Ausgangstheme ersetzt nicht die Kontrolle der eigenen Inhalte.
6. Wo Ostrelle heute in diesen Vergleich gehört
Ostrelle entwickelt einen eigenen Rust-basierten CMS-Kern. Der geprüfte Pilot enthält bereits redaktionelle Verwaltung, strukturierte Blöcke, Medien und eine echte Theme-Vorschau. Die visuelle Arbeitsfläche wird in W4 weiterentwickelt. Daraus folgen weder fertiges Full-Site-Editing noch ein allgemein verfügbares Hosting-Angebot. WordPress-Plugins laufen nicht unverändert auf Ostrelle.
Wenn du kurzfristig produktiv starten musst, wähle eine etablierte Lösung, deren konkrete Anforderungen und Betrieb du prüfen kannst. Wenn dich der Entwicklungsweg eines eigenständigen CMS interessiert, sieh dir den Ostrelle-Entwicklungsstand an. Das ist eine Einladung zur Einordnung, keine Behauptung, der Pilot ersetze heute schon jedes etablierte System.
Primärquellen und Quellenstand
Die folgenden offiziellen Dokumentationen wurden am 15. Oktober 2026 für diesen Beitrag geprüft. Die Auswahlfragen und Empfehlungen sind unsere daraus abgeleitete Einordnung; sie ersetzen keinen eigenen Test deines konkreten Website-Vorhabens.