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Domain wechseln: SEO-Checkliste für 301, Mapping und Search Console

Domain wechseln SEO-sicher: URL-Liste, 1:1-301-Weiterleitung, Canonical und Sitemap, Adressänderung in der Search Console und Kontrolle per curl.

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Autor: Ostrelle-Projektredaktion · Stand: 30. Oktober 2026. Herausgeber ist das Ostrelle-Projekt (Burak Basci), das ein eigenes CMS entwickelt. Dieser quellenbasierte Ratgeber ist keine unabhängige Produktempfehlung und kein eigener Vergleichstest.

Ein Domainwechsel ändert jede Adresse deiner Website. Suchmaschinen müssen die neuen URLs den alten zuordnen können, sonst verlieren Besucher und Crawler den Weg. Diese Checkliste folgt der Google-Anleitung für Umzüge mit URL-Änderungen und ergänzt sie um praktische Prüfschritte. Eine Garantie für unveränderte Rankings gibt es nicht.

1. Was du von einem Domainwechsel erwarten kannst

Google rechnet mit vorübergehenden Schwankungen der Sichtbarkeit während des Umzugs; die Rankings pendeln sich laut Anleitung mit der Zeit ein. Bei mittelgroßen Websites kann das mehrere Wochen oder länger dauern. Zugleich schreibt Google, dass 301-Weiterleitungen und andere dauerhafte Weiterleitungen keinen PageRank-Verlust verursachen. Quelle: Google Search Central, Website-Umzug mit URL-Änderungen.

Ändere nur eine Sache auf einmal. Verbinde den Domainwechsel nicht mit einem neuen Design, einem anderen CMS oder einer neuen URL-Struktur. Wähle wenn möglich eine Zeit mit geringerem Traffic und sorge für ausreichend Serverleistung, denn Google crawlt nach einem Umzug vorübergehend stärker als gewohnt.

2. URL-Liste: alle alten Adressen erfassen

Google empfiehlt, mit den wichtigen URLs aus Sitemaps, Server-Logs, Analytics und dem Links-Bericht der Search Console zu beginnen und sie mit den Listen deines CMS abzugleichen. Berücksichtige auch Bilder, Videos, JavaScript- und CSS-Dateien: Eingebettete Inhalte müssen ebenfalls umziehen.

Lege eine Tabelle mit drei Spalten an: alte URL, neue URL, Status. Bei einem WordPress-Umzug auf eine neue Domain bleiben die Pfade oft gleich, dann kann eine Regel für die gesamte Domain genügen. Die Google-Anleitung nennt für einen reinen Domainwechsel eine serverseitige Weiterleitung mit Platzhalter ausdrücklich als mögliche Lösung. Die Datenbank-Seite des Umzugs erklärt der Artikel

WordPress Umzug ohne Plugin

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3. 1:1-Mapping: jede alte URL auf das passende Ziel

Google nennt die Zuordnung alter zu neuen URLs wichtig. Jede Adresse bekommt die inhaltlich passende neue Adresse. Mehrere Seiten, die du zu einer neuen zusammenführst, dürfen auf diese eine zeigen. Leite aber nicht viele alte URLs auf ein einziges, unpassendes Ziel um, etwa die Startseite.

Inhalte, die entfallen, liefern HTTP 404 oder 410. Häufiger Fehler laut Google: Weiterleitungen auf falsche oder nicht vorhandene Adressen der neuen Website. Prüfe deshalb jedes Ziel.

4. Weiterleitung auf Server-Ebene einrichten

Google empfiehlt serverseitige permanente Weiterleitungen mit den Statuscodes 301 oder 308. Ein JavaScript-Redirect ist nur die letzte Wahl, weil Google ihn womöglich nie sieht, wenn das Rendering scheitert. Ein verzögerter Meta-Refresh gilt als temporär. Quelle: Google Search Central, Weiterleitungen.

Bei Apache nennt die Dokumentation Redirect oder RedirectMatch für einfache Weiterleitungen auf einen anderen Server als die einfachere und effizientere Lösung gegenüber mod_rewrite. Die Beispiele dort setzen ohne Zusatz eine temporäre Weiterleitung, achte also auf permanent oder R=301. Quelle: Apache, Remapping.

Bei nginx leitet return 301 https://neu.example$request_uri; in einem server-Block für die alte Domain jede Anfrage unter Beibehaltung des Pfads weiter (eigenes Beispiel nach der Syntax in der Dokumentation).

Verweise direkt auf das endgültige Ziel. Google rät, Weiterleitungsketten kurz zu halten, idealerweise höchstens drei und unter fünf Schritten.

5. Neue Website vorbereiten: Canonical, Sitemap, robots und noindex

  • Jede neue URL erhält einen selbstreferenzierenden Canonical-Tag; die Canonicals zeigen auf die neue Domain.
  • Interne Links und hreflang-Angaben zeigen auf die neuen URLs.
  • Entwicklungssperren (noindex, robots.txt-Blockaden) werden zum Start entfernt. Google nennt vergessene Sperren ausdrücklich als Fehler.
  • Das TLS-Zertifikat der neuen Domain ist eingerichtet.
  • Alle Varianten beider Websites (http und https, mit und ohne www) sind in der Search Console verifiziert.
  • Die Sitemap enthält nur neue URLs. Die alte Sitemap kannst du zur Beobachtung zeitweise einreichen: Hinweise zu Weiterleitungen darin sind laut Google normal.

6. Adressänderung in der Search Console

Das Tool ist nur für den Wechsel von einer Domain oder Subdomain auf eine andere gedacht, nicht für http zu https oder www zu non-www. Voraussetzungen laut Google: Du bist Inhaber beider Properties mit demselben Google-Konto, und die alte Startseite leitet per 301 auf die neue um. Starte das Tool für jede Variante der alten Domain. Quelle: Search Console-Hilfe, Adressänderung.

Kritische Fehler der Vorabprüfung musst du beheben; nicht kritische zeigen nur Warnungen. Danach läuft der Umzug 180 Tage lang als „in Bearbeitung“. Innerhalb dieser Zeit lässt sich die Anfrage abbrechen: Entferne die 301-Weiterleitungen auf dem alten Server, richte welche von neu nach alt ein und wähle „Umzug abbrechen“. Verkette Umzüge nicht (A nach B nach C) und führe mehrere Websites nacheinander statt gleichzeitig zusammen.

7. Kontrolle: curl, Crawl und Search Console

Teste einzelne URLs mit dem URL-Prüftool der Search Console, größere Mengen mit Skripten oder Kommandozeilenwerkzeugen. Mit curl siehst du Statuscode und Ziel: Ein Aufruf mit der Option -I zeigt die Kopfzeilen, erwartet werden 301 und ein Location-Header mit der neuen URL. Für die ganze URL-Liste liest eine Schleife jede Zeile ein und gibt Statuscode und Ziel aus (curl -s -o /dev/null -w).

Beobachte nach dem Start die Berichte zu Sitemaps, Indexierung und Leistung. Laut Google sollte die Zahl indexierter alter URLs sinken und die der neuen steigen. Prüfe außerdem die Server-Logs auf Googlebot-Zugriffe und unerwartete Fehlercodes.

8. Typische Fehlerbilder

Zu den Soft-404-Fehlern: Google Search Central, HTTP-Statuscodes.

  • Ketten: alt zu Zwischenziel zu Endziel, statt direkt zum Endziel.
  • Sammelumleitung: viele alte URLs landen unterschiedslos auf der Startseite.
  • Weiterleitung auf nicht vorhandene Adressen der neuen Domain.
  • Soft-404: Eine Fehlerseite liefert den Status 200. Google kann leere Seiten oder Fehlermeldungen mit Erfolgscode als Soft-404 einstufen; die Search Console zeigt sie dann an. Liefere echte 404 oder 410.
  • Canonical oder Sitemap zeigen noch auf die alte Domain.
  • noindex oder robots.txt-Sperre aus der Entwicklung bleibt aktiv.
  • Weiterleitungen werden zu früh entfernt.

9. Wie lange Weiterleitungen und die alte Domain bleiben

Google rät, Weiterleitungen so lange wie möglich beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr. Für Nutzer kannst du sie auch dauerhaft behalten. Bei der Adressänderung gelten mindestens 180 Tage, länger, falls noch Suchtraffic über die alten URLs kommt. Die alte Domain solltest du mindestens ein Jahr registriert lassen.

Einordnung zu Ostrelle

Ein Domainwechsel hängt nicht vom CMS ab; die Schritte oben gelten für jedes System. Der Herausgeber dieser Seite entwickelt Ostrelle. Im Pilot gibt es laut Funktionsübersicht exakte Weiterleitungen im Admin-Bereich. Ein Migrationsdienst oder ein Importer für Kunden existiert nicht. Den aktuellen Stand zeigt die Seite Entwicklungsstand.

Häufige Fragen

Verliere ich beim Domainwechsel Rankings?

Google erwartet vorübergehende Schwankungen, die sich laut Anleitung mit der Zeit einpendeln. Dauerhafte Weiterleitungen verursachen laut Google keinen PageRank-Verlust. Eine Garantie für gleiche Positionen folgt daraus nicht.

Brauche ich die Adressänderung in der Search Console?

Das Tool ist für den Wechsel von einer Domain oder Subdomain auf eine andere gedacht. Für http zu https oder www zu non-www ist es nicht vorgesehen.

Wie lange muss ich die 301-Weiterleitungen behalten?

Bei der Adressänderung mindestens 180 Tage. Google rät allgemein, Weiterleitungen so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens ein Jahr.

301 oder 302 beim Domainwechsel?

Für einen dauerhaften Wechsel eine permanente Weiterleitung, also 301 oder 308. Bei temporären Weiterleitungen bleibt laut Google die Ausgangsseite in den Suchergebnissen.

Primärquellen und Quellenstand

Die folgenden Quellen wurden am 30. Oktober 2026 für diesen Ratgeber abgerufen. Einordnung und Empfehlungen sind unsere Auswertung; sie ersetzen keine Rechtsberatung und keinen Test deines konkreten Vorhabens.

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Selbst betreiben statt gehostet: Ostrelle ist als Apache-2.0-Projekt angelegt. Wie das heute geht, steht unter Selbst hosten; was bei einem Ausfall zu tun ist, unter Hilfe bei Ausfällen. Ein öffentlicher Quellcode-Download ist geplant, aber noch nicht verfügbar.