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WordPress ohne Plugin auf einen neuen Server umziehen

WordPress auf neuen Server umziehen ohne Plugin: Dateien und Datenbank sichern, wp-config anpassen, Adressen sicher ersetzen, per hosts-Datei testen.

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Autor: Ostrelle-Projektredaktion · Stand: 30. Oktober 2026. Herausgeber ist das Ostrelle-Projekt (Burak Basci), das ein eigenes CMS entwickelt. Dieser quellenbasierte Ratgeber ist keine unabhängige Produktempfehlung und kein eigener Vergleichstest.

Ein WordPress-Umzug besteht im Kern aus zwei Teilen: den Dateien im Webspace und der Datenbank. Mit einer angepassten wp-config.php und einer sauberen Adressumstellung gelingt der Wechsel auch ohne Umzugs-Plugin. Diese Anleitung geht den manuellen Weg Schritt für Schritt und nennt die typischen Stolperstellen. Sie gilt für einen Serverwechsel mit gleicher Domain; ändert sich auch die Adresse, ergänzt der Artikel zum Domainwechsel den SEO-Teil.

1. Vorbereitung: Was du vom alten Server brauchst

Die WordPress-Dokumentation beginnt jeden Umzug mit einer Sicherung des WordPress-Verzeichnisses samt Bildern, Plugins und weiteren Dateien sowie der Datenbank. Behalte die alte Datenbank unverändert, falls du später zurückmusst. Quelle: Moving WordPress in der Entwicklerdokumentation.

Der Export über Werkzeuge > Export ersetzt diese Sicherung nicht. Er erzeugt laut IONOS eine XML-Datei mit Beiträgen, Seiten, Kommentaren, benutzerdefinierten Feldern, Kategorien und Schlagwörtern, während Plugins und Mediendateien im Webspace liegen. Quelle: IONOS-Hilfe zum WordPress-Export. Den Unterschied zwischen Inhaltsexport und Vollsicherung erklärt die Umzugs-Checkliste.

Bei Shared Hosting wie IONOS oder Strato brauchst du zwei Zugänge: SFTP oder FTP für die Dateien und phpMyAdmin (oder SSH) für die Datenbank. IONOS verweist für die Datenbank auf eine eigene phpMyAdmin-Anleitung, Strato beschreibt Export und Import direkt im Kunden-Login.

  • Zugang zum alten und neuen Webspace per SFTP oder FTP
  • Datenbankname, Benutzer, Passwort und Host des neuen Servers
  • Der Tabellenpräfix aus der alten wp-config.php
  • Eine Liste mit den wichtigsten Seiten für den späteren Test

2. Datenbank exportieren

Bei Strato öffnest du in der Datenbankverwaltung phpMyAdmin, wählst „Exportieren“, stellst die Exportmethode auf „Angepasst“ und die Ausgabe auf „Speichere Ausgabe in Datei“. Das Standardformat ist SQL. Quelle: Strato-Hilfe zu Sicherung und Rücksicherung.

Mit SSH-Zugang und WP-CLI geht es kürzer: wp db export vor-umzug.sql schreibt die Datenbank in eine Datei. Der Befehl liest DB_HOST, DB_NAME, DB_USER und DB_PASSWORD aus der wp-config.php und ruft mysqldump auf. Quelle: WP-CLI, wp db export.

3. Dateien kopieren und wp-config.php anpassen

Kopiere das gesamte WordPress-Verzeichnis auf den neuen Server. Beachte die .htaccess: Dateien mit führendem Punkt sind auf den meisten Servern standardmäßig versteckt, FTP-Programme zeigen sie erst nach einer Einstellung an. Hinweis der WordPress-Dokumentation zu .htaccess.

Hat der neue Server andere Datenbank-Zugangsdaten, trägst du die korrekten Werte in der wp-config.php ein. Der Tabellenpräfix ($table_prefix) muss zu den Tabellen im Dump passen; er ist der Wert, der vor den Tabellennamen steht. Quelle: wp-config.php in der Entwicklerdokumentation.

Mit WP_HOME und WP_SITEURL kannst du die Adresse in der wp-config.php festschreiben. Das überschreibt den Datenbankwert, ohne ihn zu ändern. Solange die Konstanten gesetzt sind, lässt sich die Adresse nicht mehr unter Einstellungen > Allgemein bearbeiten. Setze sie ohne Schrägstrich am Ende.

4. Datenbank auf dem neuen Server importieren

Lege zuerst eine leere Datenbank an, denn wp db import erstellt sie nicht. Danach genügt wp db import vor-umzug.sql. Quelle: WP-CLI, wp db import.

Über phpMyAdmin wählst du „Importieren“ und die Sicherungsdatei. Bei Strato überschreibt der Import den vorhandenen Inhalt, und Importdateien sind laut Hilfeseite auf 64 MB begrenzt (Stand 30.10.2026); größere Dateien spielst du per SSH ein. Prüfe aktuelle Grenzen bei deinem Anbieter.

5. Adressen ersetzen, ohne serialisierte Daten zu zerstören

Bleibt die Domain gleich, entfällt dieser Schritt; die SEO-Seite eines Adresswechsels behandelt der Artikel Domain wechseln ohne Ranking-Verlust. Ändert sich die Adresse, ersetze sie nicht per Texteditor in der SQL-Datei. Manche Themes und Widgets speichern Werte mit der Längenangabe deiner URL; ein einfaches Ersetzen kann diese Daten beschädigen. Quelle: Moving WordPress.

Nutze stattdessen WP-CLI. Laut Dokumentation durchsucht wp search-replace jede Zeile der gewählten Tabellen, behandelt serialisierte PHP-Daten und ändert keine Primärschlüsselwerte. Quelle: WP-CLI, wp search-replace.

  • Erst probieren: wp search-replace 'https://alt.example' 'https://neu.example' --dry-run zeigt den Bericht, ohne etwas zu speichern.
  • Dann ausführen mit --skip-columns=guid. Die WordPress-Dokumentation warnt, die GUID-Spalte nie zu ändern, weil Feedreader sonst alte Beiträge als neu anzeigen können.
  • Tabellen ohne Primärschlüssel überspringt der Befehl. Standardmäßig bearbeitet er nur Tabellen, die WordPress kennt; --all-tables erweitert das auf alle Tabellen der Datenbank.
  • Mit --export=datei.sql schreibt WP-CLI das Ergebnis in eine SQL-Datei, statt die Datenbank zu verändern. Bei komplexen serialisierten Strukturen erzwingt --precise die PHP-Verarbeitung: langsamer, aber zuverlässiger.

6. Permalinks und .htaccess prüfen

Sichere die .htaccess des alten Servers; die WordPress-Dokumentation nennt das ausdrücklich eine Anforderung, keine Empfehlung. Rufe auf dem neuen Server Einstellungen > Permalinks auf: Der Besuch löst laut Dokumentation bereits ein Neuschreiben der Rewrite-Regeln aus. Ist die .htaccess nicht beschreibbar, zeigt WordPress die Regeln zum manuellen Kopieren an. Quelle: Settings Permalinks Screen.

Mit WP-CLI erledigt wp rewrite flush --hard dasselbe inklusive .htaccess, allerdings nur bei Einzelinstallationen. Quelle: WP-CLI, wp rewrite flush. Prüfe danach eigene Weiterleitungen aus der alten .htaccess und teste sie.

7. Testen per hosts-Datei, bevor die DNS-Einträge wechseln

Die hosts-Datei ordnet Hostnamen IP-Adressen zu und steht unter deiner direkten Kontrolle. Jede Zeile enthält eine IP-Adresse, gefolgt von einem oder mehreren Hostnamen. Unter Linux und macOS liegt sie in /etc/hosts, unter Windows in %SystemRoot%\System32\drivers\etc\hosts. Quelle: Hosts (file) bei Wikipedia.

Trage die IP des neuen Servers mit deiner Domain ein, zum Beispiel „203.0.113.10 example.de www.example.de“ (Beispieladresse). Danach öffnet dein Rechner die Website vom neuen Server, alle anderen sehen weiter den alten. Bleibt die Domain gleich, musst du dafür keine Adresswerte in der Datenbank ändern.

  • Startseite, mehrere Unterseiten, Archive und eine nicht vorhandene Adresse (erwartet: 404)
  • Anmeldung im Backend, Beitrag speichern, Bild hochladen
  • Kontaktformular mit Test-Empfänger, Suche, Menüs
  • HTTPS-Zertifikat für die Domain auf dem neuen Server bereit?
  • Danach die Zeile aus der hosts-Datei wieder entfernen

8. DNS-Umschaltung, TTL und Rückweg

Die TTL eines DNS-Eintrags bestimmt, wie lange er zwischengespeichert wird. Cloudflare weist darauf hin, dass eine längere TTL Aktualisierungen verzögert und lokale DNS-Caches zusätzlich länger brauchen können. Quelle: Cloudflare, TTL. Daraus folgt: Senke die TTL des betroffenen Eintrags einige Zeit vor dem Umzug, mindestens so lange wie der bisherige Wert, und stelle sie nach dem Umzug wieder höher.

Für den Rückweg lässt du den alten Server unverändert und behältst die alte Datenbank. Gibt es nach der Umschaltung ein Problem, zeigt der DNS-Eintrag wieder auf die alte IP. Plane dabei Daten ein, die zwischenzeitlich entstehen: Kommentare, Bestellungen oder Anmeldungen landen sonst auf dem falschen System. Schalte den alten Server erst ab, wenn der neue sich über einen sinnvollen Zeitraum bewährt hat.

9. Typische Fehler

  • Adressen im SQL-Dump per Texteditor ersetzen und damit serialisierte Längenangaben brechen
  • Die GUID-Spalte mitändern
  • Tabellenpräfix in der wp-config.php passt nicht zur importierten Datenbank
  • Verstecktes .htaccess nicht mitkopiert, danach liefern Unterseiten 404
  • Import in eine Datenbank mit altem Inhalt, der überschrieben wird

Einordnung zu Ostrelle

Dieser Ratgeber betrifft WordPress auf WordPress. Der Herausgeber dieser Seite entwickelt das CMS Ostrelle; es bietet heute weder einen Umzugsdienst noch einen Importer für Kunden. Für einen Systemwechsel hilft die Umzugs-Checkliste, die Grenzen des Projekts stehen im Entwicklungsstand.

Häufige Fragen

Kann ich WordPress ohne Plugin umziehen?

Ja. Die WordPress-Dokumentation beschreibt den Umzug als Sicherung von Dateien und Datenbank, Anpassung der wp-config.php und Import auf dem neuen Server. Plugins sind eine Option, keine Voraussetzung.

Muss ich beim Serverwechsel Adressen in der Datenbank ersetzen?

Nur wenn sich die Adresse ändert. Die Dokumentation behandelt die URL-Änderung als Schritt für Domainwechsel. Dann ersetzt du mit WP-CLI statt per Texteditor.

Warum nicht einfach in der SQL-Datei suchen und ersetzen?

Manche Themes und Widgets speichern Werte mit der Längenangabe der URL. Ein einfaches Ersetzen kann solche serialisierten Daten beschädigen.

Wie lange dauert die DNS-Umstellung?

Das hängt von der TTL des Eintrags und von lokalen DNS-Caches ab. Eine feste Dauer lässt sich nicht zusagen; eine kürzere TTL beschleunigt die Verbreitung.

Primärquellen und Quellenstand

Die folgenden Quellen wurden am 30. Oktober 2026 für diesen Ratgeber abgerufen. Einordnung und Empfehlungen sind unsere Auswertung; sie ersetzen keine Rechtsberatung und keinen Test deines konkreten Vorhabens.

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